„Die Möglichkeit, hier mit Trace zu spielen, begeistert mich“

Maxim Golod, Neuzugang der Blue Devils, noch im Trikot von Sheffield.

Maxim Golod über seine Entscheidung für Weiden, seine Entwicklung in Europa und die besondere Verbindung zu Brayden Tracey

Maxim Golod hat mit 26 Jahren bereits einen abwechslungsreichen Karriereweg hinter sich. Nach starken Jahren bei den Erie Otters in der OHL unterschrieb der Kanadier einen Entry-Level-Vertrag bei den Anaheim Ducks und sammelte anschließend Erfahrung in AHL und ECHL. 2023 folgte der Schritt nach Europa, wo ihn sein Weg über Schweden, Österreich, die Slowakei, Großbritannien und Ungarn führte. Nun beginnt bei den Blue Devils Weiden das nächste Kapitel.

Welche Faktoren waren für deine Entscheidung ausschlaggebend, zu diesem Zeitpunkt der Saison nach Weiden zu wechseln?

Maxim Golod: „Es ging darum, die richtige Situation und eine Möglichkeit zu finden, meinen Beitrag zu leisten. Die Gespräche mit Stephan und Nemo haben mir ein gutes Gefühl gegeben, nach Weiden zu kommen. Ich freue mich auf dieses neue Kapitel und darauf, mit der Mannschaft loszulegen.“

Wie würdest du deine Entwicklung in den vergangenen Jahren beschreiben?

Golod: „In verschiedenen Ländern zu spielen, hat mir geholfen, reifer und anpassungsfähiger zu werden. Man lernt unterschiedliche Spielstile kennen und erfährt, wie man seine eigenen Stärken in verschiedenen Situationen einbringen kann. Ich habe ein besseres Verständnis für mein eigenes Spiel entwickelt und dafür, wie ich einer Mannschaft helfen kann – auch an Abenden, an denen keine Punkte herausspringen.“

Welche Stärken bringst du mit, insbesondere im Powerplay?

Golod: „Ich würde sagen, meine Übersicht, meine Kreativität und meine Fähigkeit, auch unter Druck Spielzüge zu kreieren. Ich habe gerne die Scheibe und versuche, Möglichkeiten für meine Mitspieler zu schaffen. Im Powerplay versuche ich, Verteidiger auf mich zu ziehen und die Scheibe schnell weiterzuspielen, um Räume zu öffnen. Gleichzeitig hilft es, selbst als Torschütze eine Gefahr auszustrahlen, damit sich die Unterzahlformation nicht auf eine Sache einstellen kann.“

Was hast du aus deiner Zeit in der Organisation der Anaheim Ducks mitgenommen?

Golod: „Diese Erfahrung hat mir ein deutlich besseres Verständnis dafür vermittelt, was es braucht, um auf höchstem Niveau zu spielen. Das Tempo, die Vorbereitung und die Liebe zum Detail bleiben einem im Gedächtnis. Mit solchen Spielern zusammen zu sein, hat mir gezeigt, wie wichtig die täglichen Gewohnheiten sind. Das ist etwas, das ich bis heute mitnehme.“

Welche persönlichen Ziele hast du dir für deine erste Saison in Deutschland gesetzt?

Golod: „Ich möchte mir das Vertrauen meiner Mitspieler und Trainer erarbeiten und jemand sein, auf den sie sich verlassen können. Offensiv zu produzieren, gehört dazu, aber genauso wichtig ist es, auch in den anderen Bereichen des Spiels zuverlässig zu sein. Ich möchte auf meinen Erfahrungen aus Sheffield und Budapest aufbauen und daraus eine starke Saison hier in Weiden machen.“

Du hast in San Diego gemeinsam mit Brayden Tracey gespielt. Wie gut kennst du ihn und welche Erinnerungen hast du an eure gemeinsame Zeit?

Golod: „Trace und ich haben in San Diego auch abseits der Eisfläche viel Zeit miteinander verbracht. Ich war oft bei ihm zu Hause, wir haben Basketball gespielt oder einfach im Garten zusammen Zeit verbracht. Daran habe ich gute Erinnerungen. Wir haben allerdings nie wirklich zusammen in einer Reihe gespielt. Die Möglichkeit, das hier vielleicht zu tun, finde ich deshalb sehr spannend.“

Hast du vor deiner Unterschrift in Weiden mit Brayden gesprochen und hat er bei deiner Entscheidung für den Club eine Rolle gespielt?

Golod: „Brayden hat ein gutes Wort für mich eingelegt, was ich sehr zu schätzen weiß. Er hatte in der AHL schon viel Erfolg, während ich damals noch versucht habe, dort Fuß zu fassen. Als Erstrunden-Pick war er außerdem jemand, zu dem ich aufgeschaut habe. Seine Unterstützung bedeutet mir viel, und es ist natürlich auch schön, im neuen Team schon ein bekanntes Gesicht in der Kabine zu haben.“

Foto: 2024-11-19 Eisbären Berlin gegen Sheffield Steelers (Champions Hockey League 2024-25), Sandro Halank