Nach drei Jahren bei den Blue Devils beginnt Tyler Ward ein neues Kapitel
Der Kanadier, der vor wenigen Tagen 27 Jahre alt wurde, wechselte im Sommer zum DEL2-Konkurrenten Eisbären Regensburg – weit weg von seiner bisherigen sportlichen Heimat führte ihn sein Weg also nicht.
Beim Niemeier Haustechnik Cup in Deggendorf stand der Ward am Samstag erstmals im Trikot seines neuen Clubs unter Wettkampfbedingungen auf dem Eis. Noch vor dem ersten Vorbereitungsspiel gegen den Deggendorfer SC hatte ich Gelegenheit, mich mit ihm über seinen Sommer, seine Zeit in Weiden und seine ersten Eindrücke in Regensburg zu unterhalten.
Dass sich „Wardo“ bei seinem neuen Arbeitgeber offenbar schnell zurechtgefunden hat, zeigte sich wenig später auch auf dem Eis. Beim 5:2-Erfolg der Eisbären gegen Deggendorf steuerte der Angreifer ein Tor und zwei Assists bei und war damit direkt an drei Treffern beteiligt.
Heute Nachmittag um 14:30 Uhr trifft er im Finale auf die Blue Devils.
Tyler, wie war dein Sommer? Konntest du nach der vergangenen Saison ein wenig abschalten und hattest du die Gelegenheit, Urlaub zu machen?
Ward: Der Sommer war ziemlich gut. Nach der vergangenen Saison konnte ich auf jeden Fall ein bisschen abschalten und den Kopf freibekommen. Ich habe mit meiner Freundin ein paar kleinere Urlaube in British Columbia gemacht, was sehr schön war. Außerdem war ich auch ein paar Mal mit meiner Familie unterwegs. Es war also ein ziemlich entspannter Sommer. Aber ich freue mich, wieder in Deutschland zu sein und wieder loszulegen.
Du hast in deinen drei Jahren in Weiden ziemlich viel erlebt. Was ist dir besonders in Erinnerung geblieben, wenn du auf diese Zeit zurückblickst?
Ward: Es gab viele Höhen und viele Tiefen. Ich denke, dass wir in meinen drei Jahren dort eine großartige Gruppe hatten. Ich werde definitiv alle vermissen, die Teil der Organisation waren. Besonders in Erinnerung bleibt wahrscheinlich die Oberliga-Meisterschaft. Ich denke, das war ein großer Erfolg für die Organisation und eine Erinnerung, auf die ich für immer zurückblicken werde.
Wie sehr hat dir deine Zeit in Weiden dabei geholfen, dich sowohl persönlich als auch als Spieler weiterzuentwickeln?
Ward: Ich habe dort sehr viel gelernt. Ich war jung – ich bin vermutlich immer noch ziemlich jung –, aber damals war ich ein junger Spieler und habe dort gelernt, wie es im professionellen Eishockey läuft. Insgesamt habe ich meine Zeit dort wirklich sehr genossen. Ich kann gar nicht genug Positives über die Menschen sagen, mit denen ich dort zusammengearbeitet habe. Alles in dieser Hinsicht war fantastisch.
Du spielst jetzt in Regensburg. Wie hast du dich bei den Eisbären eingelebt und was sind deine ersten Eindrücke von deiner neuen Mannschaft und der Organisation?
Ward: Bisher läuft es sehr gut. Es ist erst unsere erste Woche hier, aber alles wird auf einem hohen Niveau gemacht – sowohl auf dem Eis als auch abseits davon. Ich freue mich sehr, hier zu sein, und blicke der Zukunft hier mit großer Vorfreude entgegen.
An diesem Wochenende stehen eure ersten Vorbereitungsspiele an. Was ist in dieser frühen Phase der Vorbereitung besonders wichtig?
Tyler Ward: Ich denke, es geht vor allem darum, hart zu arbeiten und jeden Tag besser zu werden. Für mich und auch für die Mannschaft sind viele Dinge neu. Deshalb versuchen wir, jeden Tag etwas Neues umzusetzen und die Vorgaben so gut wie möglich auszuführen.
Welche persönlichen Ziele hast du dir für die neue Saison gesetzt und was möchtest du mit den Eisbären erreichen?
Ward: Meine persönlichen Ziele behalte ich lieber für mich. Aber als Mannschaft haben wir hohe Ziele und wissen, was wir erreichen möchten. Ich freue mich sehr darauf, in dieser Saison ein Teil des Teams zu sein, und blicke gespannt auf das, was vor uns liegt.
Foto: Christian Kaminsky
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