Ex-Blue-Devil Manuel Edfelder über Weiden, Deggendorf und neue Ziele
Der Niemeier Haustechnik Cup 2026 in Deggendorf ist Geschichte. Die Eisbären Regensburg sicherten sich im Finale gegen die Blue Devils Weiden den Turniersieg, während Gastgeber Deggendorf im Spiel um Platz drei auf Budapest traf. Zum Abschluss des Wochenendes habe ich mit Ex-Blue-Devil Manuel „Edi“ Edfelder gesprochen.
Nach zwei intensiven Tagen ist der Niemeier Haustechnik Cup in Deggendorf beendet. Am Samstag hatten sich die Blue Devils Weiden mit einem 5:1-Erfolg gegen Budapest Jégkorong Akadémia HC für das Endspiel qualifiziert. Die Eisbären Regensburg lösten zuvor ihr Finalticket mit einem Sieg gegen Gastgeber Deggendorf.
Einen Tag später, am Sonntag, setzten sich die Eisbären Regensburg im bereits um 14.30 Uhr ausgetragenen Finale mit 4:1 gegen die Blue Devils Weiden durch und gewannen damit den Niemeier Haustechnik Cup. Im anschließenden Abendspiel um Platz drei feierten die Gastgeber einen deutlichen 7:0-Erfolg gegen Budapest. Danach habe ich mich mit Ex-Blue-Devil Manuel Edfelder unterhalten.
Edi, wie war dein Sommer? Hast du vielleicht ein bisschen Urlaub mit deiner Familie gemacht?
Manuel Edfelder: „Ja, der Sommer war gut. Wir sind von Weiden zurück in die Heimat gezogen. Danach waren wir eine Woche in Kroatien und noch ein paar Tage in Kärnten. Und dann stand natürlich noch der Umzug nach Deggendorf an. Aber ja, es war ein schöner Sommer.“
Blicken wir noch einmal kurz zurück: Die vergangene Saison war mit Weiden sportlich sicherlich nicht einfach – vielleicht auch für dich persönlich durch den ständigen Wechsel zwischen Verteidiger und Stürmer. Wie fällt dein Fazit nach einem Jahr in Weiden aus?
Edfelder: „Natürlich ist es nicht einfach, wenn du jedes Spiel oder teilweise alle zwei Spiele die Position wechselst. Aber wie gesagt: Das war irgendwo meine Rolle und das hat auch so gepasst. Die Saison war schwierig, mit vielen Verletzungen und teilweise auch Krankheiten. Dazu sind Schlüsselspieler ausgefallen. Ich glaube, das war nicht das, was sich jeder gewünscht hat. Aber schlussendlich zählt, dass wir die Liga gehalten haben. Ich glaube, das ist das Wichtigste.“
Du bist jetzt in Deggendorf – neues Team, neues Umfeld. Wie hast du dich bisher eingelebt?
Edfelder: „Ich bin super empfangen worden. Es ist alles sehr professionell hier: eine super Organisation und eine schöne Stadt.“
Deggendorf ist nach Bad Tölz, Rosenheim und Weiden deine vierte Station in Bayern. Wie wichtig ist es für dich, heimatnah zu spielen?
Edfelder: „Letztes Jahr war das erste Mal, dass ich ein bisschen weiter weg war. Ich glaube, jeder, der mich kennt, weiß, dass mir die Heimat sehr, sehr wichtig ist. Das war natürlich auch ein Grund für den Wechsel. Es ist das i-Tüpfelchen, dass ich jetzt wieder näher an der Heimat bin.“
Blicken wir auf die beiden Testspiele an diesem Wochenende. Gestern habt ihr gegen Regensburg verloren, heute gelang der Sieg gegen Budapest. Was nimmst du aus diesen beiden Spielen mit?
Edfelder: „Ich glaube, es waren viele gute Sachen dabei. Natürlich gab es auch viele schlechte Dinge beziehungsweise Sachen, die am Anfang immer ein bisschen schwieriger sind. Regensburg ist eine sehr gute Mannschaft. Sie haben unsere Fehler gestern eiskalt ausgenutzt. Heute haben wir uns am Vormittag noch kurz das Video angeschaut und gesagt: ‚Das machen wir besser und darauf legen wir etwas mehr Wert.‘ Ich glaube, wir haben das dann sehr gut umgesetzt.“
Wenn ich es richtig gesehen habe, hattest du heute das „C“ auf der Brust. Ist das eine Rolle, die du dir auch während der Hauptrunde vorstellen könntest?
Edfelder: „Ich glaube, dass wir hier einen sehr guten Kapitän haben, der das in den vergangenen Jahren gemacht hat. Der sollte das auch wieder machen. Wenn ich gebraucht werde, bin ich da. Aber ich glaube, das bleibt bei dem, bei dem es bisher war.“
Schauen wir abschließend auf die Saison. Das Saisonziel ist nach der vergangenen Spielzeit vermutlich klar. Was hast du dir persönlich vorgenommen?
Edfelder: „Das behalte ich eher für mich, was ich mir persönlich vorgenommen habe. Grundsätzlich wollen wir einfach das Bestmögliche herausholen. Man kann nie alles genau planen. Aber das Ziel ist ganz klar: Letztes Jahr war die Mannschaft nah dran. Deshalb möchten wir jetzt den nächsten Schritt machen – wieder ins Finale einziehen und das Ganze dann mit dem besseren Ende abschließen.“
Foto: Christian Kaminsky
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