„Wenn ich das erreiche, sind wir auf einem guten Weg“

Kapitän der Blue Devils Weiden Tommy Muck bei der Siegerehrung des Niemeier Cups gemeinsam mit dem Geschäftsführer von Niemeier Haustechnik und dessen Sohn, der einen Pokal hält.

Trainer Matsos mit Umsetzung der taktischen Vorgaben zufrieden – Guter Regush-Einstand

Seit dem 10. August befinden sich die Blue Devils Weiden im offiziellen Trainingsbetrieb. Beim Niemeier Haustechnik-Cup in Deggendorf folgte nun der erste echte Härtetest unter Wettkampfbedingungen.

Zwar stand am Ende ein deutlicher 5:1-Erfolg gegen Budapest Jégkorong Akadémia HC, doch für Dave Matsos war das Ergebnis nur ein Teil der Geschichte. Im Tor teilten sich Patrik Mühlberger und Conner McLeod die Einsatzzeit und absolvierten jeweils 30 Minuten. Nicht mit dabei waren Vladislav Filin, Brayden Tracey und Tryout-Stürmer Reed Stark. „Ich war mit dem Abend sehr zufrieden – abgesehen von zehn Minuten im zweiten Drittel“, sagte Matsos nach seinem ersten Spiel als Weidener Cheftrainer. Gerade die Reaktion seiner Mannschaft auf die zwischenzeitlich stärkere Phase der Ungarn gefiel ihm. „Was mir gefallen hat, war, dass wir unser Spiel wiedergefunden haben. Wir haben hart und körperlich gespielt.“

Besonders positiv wertet der Coach, wie schnell seine Spieler die Ideen aufnehmen. Auf der Bank habe er bereits gehört, wie sich die Mannschaft gegenseitig an taktische Vorgaben erinnere. „Das bedeutet, dass sie anfangen, das Spiel durch meine Augen zu sehen. Wenn ich das bei meiner Mannschaft erreiche, sind wir auf einem guten Weg.“

Nicht nur defensiv, sondern auch offensiv setzte Weiden gute Akzente. Fünf verschiedene Torschützen sorgten beim 5:1 für eine breite Verteilung. Einer davon war Neuzugang Michael Regush, der als Center zwischen Tyler Gron und Alex-Olivier Voyer in der ersten Reihe auflief und mit einem Tor und einer Vorlage einen gelungenen Einstand feierte. Überbewerten wollte der 27-Jährige das erste Testspiel dennoch nicht. „Das war typisches Preseason-Hockey im ersten Spiel“, sagte Regush. Für Regush liegt der Schwerpunkt der kommenden Wochen weniger auf Ergebnissen als auf der Entwicklung einer gemeinsamen Identität. „Es geht darum, die Systeme zu verinnerlichen, zu verstehen, wie wir miteinander spielen wollen, und uns auf unseren Prozess einzulassen. Tag für Tag wollen wir besser werden und uns zu einer Einheit formen, die am 18. September gegen Memmingen bereit ist.“ Auch innerhalb der neu zusammengestellten ersten Reihe sieht der Angreifer noch Luft nach oben. „Ich mag die Reihe sehr. Wir hatten einige gute Ansätze.“ Gron und Voyer seien unterschiedliche, aber sehr talentierte Spielertypen. „Wenn wir in manchen Situationen etwas präziser gewesen wären, hätten wir noch ein paar mehr richtig gute Chancen herausspielen können.“

Im Finale am Sonntag folgte gegen die Eisbären Regensburg der nächste Härtetest. Der Oberpfälzer Rivale hatte sich zuvor mit 5:2 gegen Gastgeber Deggendorf durchgesetzt. Im Endspiel unterlag die Mannschaft von Dave Matsos mit 1:4. Michael McNiven begann im Tor und wurde nach dem 0:3 zur Spielhälfte von Mühlberger ersetzt, der ohne Gegentreffer blieb. Den Schlusspunkt zum 1:4 setzte Regensburg per Empty-Net-Treffer.

Randnotiz: Vogt findet neuen Klub, Devils treffen nun auf Sokolov

Nach dem Niemeier Haustechnik-Cup in Deggendorf setzen die Blue Devils ihre Vorbereitung mit zwei Duellen gegen den HC Banik Sokolov fort. Am kommenden Donnerstag empfängt Weiden den tschechischen Zweitligisten um 20 Uhr in der Hans-Schröpf-Arena. Eine Woche später, am 3. September, steht um 17 Uhr das Rückspiel in Sokolov auf dem Programm. In den vergangenen beiden Jahren trafen beide Teams bereits dreimal in der Vorbereitung aufeinander. 2024 unterlagen die Blue Devils in Sokolov mit 1:2. Im vergangenen Sommer gewann Weiden zunächst zu Hause mit 4:3, ehe sich Sokolov fünf Tage später im Rückspiel mit 3:2 nach Penalty-Schießen durchsetzte.

Unterdessen hat Ex-Devil Constantin Vogt einen neuen Verein gefunden. Der 25-Jährige, der in den vergangenen beiden Spielzeiten für Weiden auflief, wechselt zu den KSW IceFighters Leipzig in die Oberliga Nord. Der gelernte Stürmer ist bei den Eiskämpfern zunächst als Verteidiger eingeplant.

Foto: Christian Kaminsky

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