Neuzugang Charlie Jahnke bringt Übersicht und Kreativität mit – auch an der Ukulele
Mit Charlie Jahnke präsentierten die Blue Devils ihren ersten Neuzugang für die Saison 2026/2027. Der spielstarke Center kommt vom Ligakonkurrenten Lausitzer Füchse.
Charlie, du hast bereits auf höchstem Niveau gespielt – was reizt dich jetzt besonders an der Aufgabe in Weiden?
Charlie Jahnke: „Ich denke, Weiden ist ein sehr guter Standort für Eishockey. Es ist beeindruckend, wie sich der Club in den letzten Jahren bis in die DEL2 hochgekämpft hat – vor allem die Saison vor zwei Jahren, als Weiden als Aufsteiger direkt Siebter geworden ist. Der Standort hat viel Potenzial. Es reizt mich, mit einem vergleichsweise kleinen Verein das Maximum herauszuholen und sportlich so weit wie möglich nach oben zu kommen.
In der Saison 2024/2025 hattest du eine Plus/Minus-Statistik von -15, in der vergangenen Saison konntest du dich auf +2 steigern. Worin siehst du die Gründe für diese Entwicklung?
„Die Plus/Minus-Statistik ist immer so eine Sache – da spielen oft auch Glück und Pech eine große Rolle. Deshalb messe ich ihr nicht allzu viel Bedeutung bei. Generell war die letzte Saison besser. Im vorletzten Jahr hatte ich anfangs Schwierigkeiten, mein Selbstvertrauen zu finden, weil ich in den DEL-Jahren zuvor keine offensive Rolle hatte, sondern meist in der dritten oder vierten Reihe gespielt habe. Daran musste ich mich erst gewöhnen und wieder hineinkommen, was mir zum Ende hin auch gelungen ist. In der letzten Saison konnte ich das dann von Beginn an umsetzen.“
Wie würdest du dich selbst als Spieler beschreiben?
„Ich bin ein Spieler mit guter Übersicht, der als Center das Spiel lenken kann. Ich gehe gerne voran, übernehme Verantwortung und arbeite sehr hart. Offensiv versuche ich, viel zu kreieren, und defensiv lege ich großen Wert auf Stabilität.“
Ein TV-Sender bezeichnete dich in einem Beitrag einmal als „Spaßkanone und Paradiesvogel“. Erkennst du dich darin wieder?
„Als ‚Spaßvogel‘ könnte ich mich in der ein oder anderen Situation wiedererkennen. Beim Begriff ‚Paradiesvogel‘ bin ich mir nicht sicher, was genau damit gemeint ist – das trifft eher nicht auf mich zu.“
Was hat dich in deiner bisherigen Laufbahn am meisten geprägt – sportlich wie persönlich?
„Es gab viele prägende Momente und Saisons. Ein Beispiel ist meine Zeit in Iserlohn: Wir waren im Dezember mit 13 Punkten Rückstand abgeschlagen Letzter, und alle haben uns bereits als sicheren Absteiger gesehen. Trotzdem haben wir es irgendwie geschafft, nicht abzusteigen. Diese Saison werde ich nie vergessen. Es hat zwar nicht immer Spaß gemacht, aber dass wir uns da rausgekämpft haben, war wirklich beeindruckend – und hat mich mental enorm weitergebracht.“
Was machst du gerne in deiner Freizeit?
„Ich liebe es, mittags mit den Jungs essen zu gehen. Außerdem lese ich gerne und schaue gern Serien. Ab und zu spiele ich ein wenig Ukulele – das habe ich mir selbst beigebracht.“
Foto: Elke Englmaier
Anmerkung: Das Interview erschien auch in der EishockeyNEWS Ausgabe 17 / 2026
