Youngster Maximilian Brunner schildert seine Auslandserfahrungen
Die Blue Devils Weiden haben vor kurzem mehrere Personalien bekannt gegeben. Darunter ist auch Neuzugang Maximilian Brunner. Der 20-Jährige kommt aus der kanadischen Juniorenliga BCHL.
Maximilian, wenn du für jede Verwechslung mit deinem Namensvetter, mit dem du in Straubing zusammengespielt hast, einen Euro bekommen hättest – hättest du dann heute schon ausgesorgt?
Maximilian Brunner: „Nein, ich denke, da fehlt noch ein bisschen was. Ich bin mir sicher, dass es ihm nicht anders geht.“
Du bist schon früh ins Ausland gegangen. War das eher Abenteuerlust oder ein ganz bewusster Karriereschritt?
Maximilian: „Es war ein bewusster, aber natürlich auch schwerer Schritt. Im Endeffekt war es aber die richtige Entscheidung. Ich habe dort viel erlebt und Erfahrungen gesammelt, die mir geholfen haben, mich auf und neben dem Eis weiterzuentwickeln.“
Du hast inzwischen bereits Eishockey in Deutschland, Schweden und Kanada erlebt. Wo liegen aus deiner Sicht die Unterschiede in diesen Ländern?
Maximilian: „Sportlich gesehen ist das Spiel natürlich anders. In Kanada ist es durch die kleinere Eisfläche zum Beispiel härter und schneller. Neben dem Eis ist vieles ähnlich: Man verbringt sehr viel Zeit mit seinen Mitspielern, wächst dadurch fast wie eine kleine Familie zusammen – und wenn man sich neben dem Eis gut versteht, merkt man das natürlich auch auf dem Eis.“
Jetzt geht es als U21-Förderspieler nach Weiden. Wie kam der Kontakt zustande?
Maximilian: „Die ersten Kontakte gab es schon früh nach meiner Saison in Kanada. Weiden kannte ich natürlich schon ein bisschen. Außerdem habe ich nur Gutes gehört. Nach einigen Gesprächen habe ich mich dann entschieden, diesen Schritt zu gehen.“
Nach Elias Pul und Paul Vinzens: Ist es für dich ein kleiner Ansporn, den Titel ‚DEL2-U21-Förderspieler des Jahres‘ zum dritten Mal in Folge nach Weiden zu holen?
Maximilian: „Natürlich haben die beiden die Messlatte hoch gelegt. Aber ich werde immer mein Bestes geben, wenn ich auf dem Eis stehe. Und wenn ich am Ende der Saison die Gelegenheit hätte, diese Auszeichnung entgegenzunehmen, wäre das natürlich toll.“
Was dürfen die Fans von dir erwarten?
Maximilian: „Einen Spieler mit Schnelligkeit, Skill und dem Ehrgeiz, jedes Spiel gewinnen zu wollen und alles dafür zu tun, dass das Team erfolgreich ist.“
Was ist dir lieber: ein schönes Tor oder ein wichtiger Assist?
Maximilian: „Na ja, ich glaube, jeder Spieler hat schon mal davon geträumt, in der letzten Minute den Gamewinner zu schießen oder den entscheidenden Pass zu spielen. Deshalb würde ich sagen: wahrscheinlich der Assist.“
Du wirst die Rückennummer 20 tragen. Gibt es dazu eine besondere Geschichte?
Maximilian: „Ja, meine Mutter hat am 20. Januar Geburtstag. Sie steht bei jeder Entscheidung immer hinter mir und will nur das Beste für mich. Deshalb trage ich diese Nummer.“
Was war der beste Rat, den du bisher im Eishockey bekommen hast?
Maximilian: „Dass man seinen Fähigkeiten auf dem Eis vertrauen soll – auch wenn es hier und da mal nicht so gut läuft. Dann sollte man sich daran erinnern, dass man nicht ohne Grund dort ist, wo man ist.“
Wo findet man dich, wenn du mal Abstand vom Eishockey brauchst?
Maximilian: „Hauptsächlich am Golfplatz.“ (lacht)
Foto: Darren Francis
Anmerkung: Eine Kurzfassung des Interviews erschien bereits in der EishockeyNEWS Ausgabe Ausgabe 22, 27.05.2026
