„Schnell. Unberechenbar. Spannend.“
Bei der Premiere von Ultimate Hockey 3×3 in Innsbruck wurde Eishockey auf seine intensivste Form reduziert: kleines Eis, drei Feldspieler plus Goalie, kurze Spielzeit und kaum Unterbrechungen. Das neue Format setzt auf Tempo, Skill und Unterhaltung — mit Musik während des Spiels, Fan-Engagement und Showcharakter.
Vor der Olympiaworld Innsbruck trafen Teams aus Deutschland, Österreich, Ungarn, Estland, Großbritannien und den Niederlanden aufeinander. Am Ende gewann Ungarn das Turnier. Team Deutschland verpasste die Finalspiele nur um einen Punkt, blieb gegen den späteren Sieger aber ungeschlagen.
Mit dabei war Daniel Schwaiger für Team Deutschland. Im Interview spricht er über seine Eindrücke vom neuen Format, die Atmosphäre in Innsbruck und seinen Blick auf die Zukunft von 3×3-Eishockey.
Wie bist du zur Teilnahme mit Team Deutschland gekommen?
Daniel Schwaiger: „Moritz Wirth (Augsburger Panther 25/26) hat mich angeschrieben und ziemlich direkt gefragt, ob ich darauf Lust hätte. Die Entscheidung fiel mir leicht, nachdem ich mir die Bilder angeschaut habe und unser Team gesehen habe.“
Was war dein erster Eindruck vom 3×3-Format?
„Super interessant – mal etwas ganz anderes. Man hat Respekt davor, weil man nicht weiß, wie sich das Spiel auf so einer kleinen Eisfläche anfühlt, aber es macht riesigen Spaß.“
Wie hast du die Atmosphäre in Innsbruck erlebt?
„Auf dem Eis blendet man die Musik und die Fans eher aus. Aber als Fan hat es riesigen Spaß gemacht, zuzusehen.“
Was war dein persönliches Highlight des Turniers?
„Frühmorgens mit meinen Kumpels auf dem Eis zu stehen und dabei den Ausblick auf die Berge zu genießen.“
Wie bewertest du das Abschneiden deines Teams, Team Deutschland?
„An sich haben wir keine schlechten Ergebnisse erzielt, aber am Ende die Finals um einen Punkt verpasst. Gegen den späteren Gewinner Ungarn haben wir kein Spiel verloren.“
Welche Fähigkeiten sind deiner Meinung nach im 3×3 besonders wichtig?
„Schnelle Entscheidungen treffen und mit der Scheibe Ruhe bewahren. Man hat sehr wenig Zeit, und auf engem Raum passiert sehr viel.“
Welche Regel hat dir besonders gut gefallen – und welche würdest du ändern oder abschaffen?
„Ich fand alle Regeln gut – am besten aber, dass es zum Beispiel beim Icing direkt einen Penalty gibt.“
Hat dieses Format aus deiner Sicht Zukunft? Die IIHF verfolgt ja offenbar auch das Ziel, 3×3 perspektivisch Richtung Olympia zu bringen.
„Ich fände das sehr cool, aber es wird bestimmt eine Herausforderung. Das Konzept an sich kann ich mir aber sehr erfolgreich vorstellen.“
Was hast du persönlich aus dem Turnier mitgenommen?
„Das Wichtigste ist, dass man Spaß hat.“
Wenn du das Turnier in drei Worten beschreiben müsstest: Welche wären das?
„Schnell. Unberechenbar. Spannend.“
In der vergangenen Saison standst du für die Blue Devils Weiden (DEL2) auf dem Eis. Wie blickst du persönlich auf diese Spielzeit zurück?
„Es war eine sehr spannende Saison mit vielen unerwarteten Wendungen. Sie hat wieder gezeigt, dass Eishockey aus Ups und Downs besteht. Ich bin froh, dass wir es am Ende geschafft haben, und bin immer noch stolz auf unsere Truppe.“
Mit deinem ersten und einzigen Tor für die Blue Devils hast du zum Klassenerhalt beigetragen. War das bisher mit das wichtigste Tor deiner Karriere?
„Das könnte sehr gut möglich sein. Es war schon sehr ärgerlich, dass mir so lange das Glück gefehlt hat – aber der Zeitpunkt hätte nicht passender sein können.“
Wie bereitest du dich auf die kommende Saison vor?
„Ich trainiere wie jeden Sommer hart neben dem Eis und schaue dass ich so oft wie möglich aufs Eis komme.“
Foto: privat
Team Deutschland:
Goalies: Rihards Babulis, Christopher Kolarz
Feldspieler: Louis Brune, Yannik Burghart, Noah Dunham, Ricardo Hendreschke, Lukas Ribarik, Markus Schweiger, Sebastian Streu, Daniel Schwaiger, Justin Volek, Moritz Wirth (Kapitän), Roman Zap
Trainer: Dennis Endras
